Die News

Ich, Martin (als) Luther

01.11.2013


Luther

 

31.10. – Reformationstag. Jedes Jahr. Es denkt bloß kaum noch einer dran. Schade. Muss ich mich wohl drum kümmern. Gesagt - getan. Dieses Jahr habe ich mich wieder vor den PRÄSENT am Traberweg gestellt. Mit Bibel in der Hand. Natürlich! Den Leuten wieder mal aufs Maul schauen. Bunt kostümierte Gestalten mit ihren Mamis blieben staunend vor mir stehen. „Wer ist das? Ist der echt? Nee. Doch, der hat geblinzelt! Mal sehen ob wir den zum Lachen bringen können.“ Nein, kann man nicht. Aber zum Weinen. Ist doch auch zum Heulen, dass kaum noch einer nach Gott fragt in diesem Land; geschweige denn in der von mir übersetzten Bibel liest. Vielleicht war es aber auch der Wind. Oder das Scheinwerferlicht der meine Augen tränen ließ...

„Hier stehe ich, ich kann nichts Anderes“ las eine Mutti das Schild zu meinen Füßen vor. Fast richtig. „Natürlich, Sankt Martin von Tours, den kenn ich: bist du auch durch Schnee und Wind geritten?“ fragt ein Junge. Nein, der Martin lebte gut 1000 Jahre früher. „Martin Luther King – klar, weiß man doch, so ein bisschen Allgemeinbildung...“ Pardon, fast 500 Jahre später. Gut, dass ich mal wieder hier bin.

„Was steht da?“ fragt ein neugieriges Mädchen und zeigt auf meine Bibel in der Hand. „So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“ lese ich den für mich wichtigen Text aus dem Römerbrief und erkläre ihr was das heißt.

In 95 Thesen habe ich mich dafür ausgesprochen, den Menschen den Frieden mit Gott nicht zu verkaufen – das geht nämlich nicht, sondern ihnen zu sagen, dass sie ihn von Gott geschenkt bekommen können, wenn sie nur an Jesus Christus glauben. Damit sie das selbst nachlesen können habe ich die Bibel ins Deutsche übersetzt.

Das musste jetzt mal wieder gesagt werden.

Gruß, Martin

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